Mit der Bestellung von hauptamtlichen Bezirksgärtnern durch die Bezirksämter, in Weilheim ab 1911, ab 1937 Kreisfachberater für Gartenbau genannt, wurde eine weitere Intensivierung von Beratung und Schulung der Gartenbauvereine und ihrer Mitglieder und der Schulung von ehrenamtlichen Baumwarten und eine bis heute andauernde fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Fachberatung, dem Kreisverband und seinen Mitgliedern, den örtlichen Gartenbauvereinen erreicht.
Der Aufgabenbereich Obstbau durchzieht die ganzen hundert Jahre Kreisverband, wenn auch deutlich eingeschränkt in den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg, wo der Ziergarten, die „Rasen, Rosen, Koniferen-Aera“ weitgehend dominierte. Intensive Bemühungen, den Obstbau auszuweiten, Vermarktungsveranstaltungen und Verwertungskurse, Sterilisierung des Obstes, Anschaffung von Obstpressen bereits zur Zeit der Bezirksobstverbände, sowie Baumwarte-Schulungen, Schnittkurse, Veredlungskurse, Blütenschauen und Obstsortenschauen sind typisch für die Arbeit der letzten hundert Jahre im Obstbau.
Der Gemüsebau wird zweites Aufgabengebiet des Kreisverbandes.
Bereits 1912 werden Gemüsebau- und Gemüseverwertungskurse durchgeführt. Die Förderung, die Ausweitung des Gemüsebaues, die Verwertung des Gemüses und Möglichkeiten der Haltbarmachung für die Verfügbarkeit im Winter nehmen beständig zu. Nach 1942 erreicht der Gemüsebau, kriegsbedingt und unter staatlichem Druck, seine größte Bedeutung, weil er die höchsten Erträge je Fläche bietet und am schnellsten und einfachsten ausgeweitet werden kann. Dem Gemüsebau widmet sich der Kreisverband inzwischen über 90 Jahre.